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veröffentlicht am Montag, 13.05.2019

Wiler Zeitung: Kultur hegen und pflegen


Wer Kultur will, muss zuerst säen und dann hegen und pflegen

Die IG Kultur Wil lud am Samstag zu Referaten von Kulturamtschefin Katrin Meier und Thurkultur-Präsident David Zimmermann ein. Sie informierten über die vielfältigen staatlichen Instrumente zur Kulturförderung.

Adrian Zeller

Der Begriff «Kultur» habe sich aus lateinischen «Cultura» entwickelt, sagte David Zimmermann einleitend an einem Anlass der IG Kultur Wil zum Thema «Kulturförderung – die Möglichkeiten von Kanton und Region» im Restaurant El Pincho zum Wilden Mann.

Hege und Pflege nötig

Der Gemeindepräsident von Braunau ist gleichzeitig Präsident von Thurkultur, in der sich 21 Gemeinden aus den Kantonen Thurgau und St. Gallen zur Kulturförderung zusammengeschlossen haben. «Cultura bedeutet sowohl Ackerbau wie auch Pflege», so Zimmermann. Beides gelte auch für die Kultur im heutigen Sinn: Um zu gedeihen, müsse man sie hegen und pflegen.

Auch selber aktiv werden und bleiben

Katrin Meier, Leiterin des Amtes für Kultur des Kantons St. Gallen, zeigte in ihrem Referat auf, dass der Kanton unter anderem über regelmässige Betriebs-, Werk- und Förderbeiträge sowie über Kulturpreise und Atelieraufenthalte das kulturelle Leben sowie die Teilhabe daran für alle Bevölkerungsgruppen ermöglicht. Die konkrete Situation in der Region Hinterthurgau und den angrenzenden Gebieten schilderte im Anschluss Thurkultur-Präsident Zimmermann. Seine Organisation will die kulturelle Vielfalt im Fördergebiet über verschiedene Kanäle sichtbar machen. Die Kulturbühne im vergangenen Jahr war eine besonders augenfällige Plattform, die künftig regelmässig stattfinden soll. Er forderte die Kulturschaffenden auf, auch ihrerseits für Aufmerksamkeit für ihr Tun zu sorgen. Wer für sich im stillen Kämmerlein vor sich hin arbeite, werde kaum bemerkt. «Staatliche Kulturförderung kann nur funktionieren, wenn zuvor private Initiativen erfolgen», betonte Zimmermann.

Gut angekommen

Bei den Teilnehmenden kamen die detaillierten Ausführungen der beiden Praktiker aus der Kulturförderung gut an. Einer von ihnen war der Vizepräsident der IG Kultur Wil sowie Stadt- und Kantonsparlamentarier Erwin Böhi. Er resümierte: «Für mich hat sich bestätigt, dass die ?nanziellen Mittel für gute kulturelle Projekte zur Verfügung stehen, ganz nach dem Motto: Wer sucht, der findet.»

 

 

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