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veröffentlicht am Samstag, 07.04.2007 23.03 Uhr

Wiler Zeitung

Pressebericht: Kurzreferat Jugendgewalt


Hauptversammlung der SVP Oberuzwil

Oberuzwil. Die SVP Oberuzwil beteiligt sich nicht an der Gemeinderats-Ersatzwahl vom 17. Juni. Das wurde an der Hauptversammlung vom Mittwoch bekannt. Als Familienrichter für das Kreisgericht Untertoggenburg-Gossau kandidiert der Jonschwiler Bruno Näf.

Philipp Stutz

Laut SVP-Präsident Max Rombach hat die Ortspartei ein bewegtes Jahr hinter sich. Sie habe sich hohe Ziele gesteckt, die sie aber nicht alle habe erreichen können. Die verstärkte Mitarbeit im örtlichen Parteileben werde zwar von den anderen Parteien wahrgenommen und geschätzt. «Doch die Werbung von Neumitgliedern gestaltet sich äusserst zäh», betonte Rombach. Die einen könnten sich, obwohl sie sich mit den Standpunkten der SVP identifizierten, nicht für einen Eintritt in die Partei entschliessen. Andere fürchteten gar gesellschaftliche und/oder wirtschaftliche Nachteile, wenn sie sich offen zur SVP bekannten. Und der grösste Teil der angefragten Personen bekunde schlicht kein Interesse an den Belangen des Gemeinwesens.

Kein Kandidat gefunden
Am 17. Juni wird eine Ersatzwahl in den Oberuzwiler Gemeinderat nötig. Die Suche nach valablen Kandidaten hat sich laut Rombach aus oben erwähnten Gründen als äusserst schwierig erwiesen. Im Weiteren komme hier noch das Argument der mangelnden Freizeit hinzu. Ein markantes Ereignis im abgelaufenen Jahr war laut dem SVP-Präsidenten der überraschende Rücktritt des Schulratspräsidenten Frits Gerber auf Ende des Schuljahres 2006/2007. Auf die Stellenausschreibung haben sich wie bekannt nur wenige Interessenten gemeldet. Eine eigentliche Bewerbung habe lediglich der bereits als Gemeinderat amtierende Thomas Stark von der CVP eingereicht, der dann auch gewählt wurde. Die Auflagen für einen allfälligen Stellenantritt hätten wohl derart schwer gewogen, dass kein grosses Interesse aufgekommen sei. Leider sei die SVP nicht in der Lage gewesen, Thomas Stark einen Gegenkandidaten gegenüberzustellen, bedauerte Rombach.

Mitarbeit in Kreispartei
Die Oberuzwiler Ortspartei arbeitet intensiver mit der Kreispartei zusammen. Max Rombach hat denn auch Einsitz in die Wahlkommission der Kreispartei Wil zur Vorbereitung der Kantonsratswahlen genommen.

«Die Zusammenarbeit mit dem Kreisvorstand ist gut», sagte Rombach. Kreispräsident Marcel Hegelbach entwickle in seinem Amt eine Aktivität, die einfach jeden mitreisse.

Mehr Mühe bekundet Rombach mit den Ereignissen rund um die Nomination der Nationalratskandidaten der Kantonalpartei. Bei einem Teil der Parteimitglieder werde der persönliche Erfolg und das eigene Prestige höher eingestuft als dasjenige der Partei. «Auch mit den an der Nominationsversammlung geäusserten verbalen Verunglimpfungen von andersdenkenden Personen kann ich wenig anfangen», betonte Max Rombach.

Kandidatur als Laienrichter
Aktuar Adrian Reichmuth erinnerte an die «Neuauferstehung» der Partei vor zwei Jahren. Damals habe er ein Chaos im Mitgliederstamm angetroffen. In minutiöser Kleinarbeit hat er den Bestand durchforstet. Nun zählt die Partei 29 zahlende Mitglieder.

Am 17. Juni erfolgt auch eine Wahl für den Gerichtskreis Untertoggenburg-Gossau, an der sich die SVP beteiligen wird. Ihr Kandidat heisst Bruno Näf, ist 40-jährig, Familienvater und seit zwanzig Jahren selbständig in der Musikbranche tätig.

An der Versammlung auf dem Eppenberg stellte sich auch Nationalratskandidat Lukas Reimann aus Wil vor. Er erinnerte an Probleme wie die steigende Gewalt, die Zunahme der Schulden der öffentlichen Hand, das Erheben von immer neuen Steuern und Gebühren. «Es ist wichtig, dass die SVP bei den Wahlen zulegen kann», betonte Reimann und fügte hinzu: «Wer will, dass unsere Heimat erhalten bleibt, unterstützt die Politik der SVP.»

Harte Strafen verhängen
Kantonsrat Erwin Böhi, Wil, referierte zur Jugendgewalt. Das Thema sei aktuell, sagte er. So sei die Gewaltbereitschaft bei Jugendlichen steigend, die Zunahme an schweren Delikten offensichtlich. Der Anteil an Ausländern bei solchen Vergehen sei hoch. Die Mentalität heutiger Strafnorm basiere hingegen noch immer weitgehend auf dem Grundsatz «Betreuung vor Strafe». Die Strafe, das heisst die Sanktion, trete in den Hintergrund. Daran vermöge auch das neue Jugendstrafgesetz wenig zu ändern. So sei etwa die Strafmündigkeit heraufgesetzt worden. «Gut zureden statt strafen wird mit dem neuen Gesetz noch verstärkt», kritisierte Erwin Böhi. Um gegen die Jugendkriminalität vorzugehen, seien Prävention, Intervention und Sanktion nötig. Die einzige Strafe, die wirke, sei die drohende Ausweisung. Harte Strafen zu verhängen, trägt laut Böhi durchaus präventiven Charakter: «Strafen setzen auch ein Zeichen der Gerechtigkeit gegenüber den Opfern.»

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