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veröffentlicht am Donnerstag, 07.08.2014

Kolumne Wiler Nachrichten: Spital Wil: Neubau statt Flickwerk


Das Spital Wil wurde vor rund 45 Jahren eröffnet und ist mittlerweile sanierungsbedürftig. Zwar wurden in der Vergangenheit öfters Umbauten getätigt: 2006 erweiterte man die Geburtshilfe-Abteilung, 2009 wurde ein modulares Bettenhaus errichtet und 2012 renovierte man die Privatabteilung. Trotzdem genügt  die Infrastruktur den heutigen Anforderungen bei weitem nicht mehr. Aus diesem Grund ist eine Totalsanierung des Spitals in der Höhe von geschätzten 110 Millionen Franken geplant, allerdings erst ab dem Jahr 2025.

5 Millionen für Büros

Vor kurzem hat die Regierung dem Kantonsrat ein neues Bauprojekt in der Höhe von insgesamt fast 10 Millionen Franken unterbreitet. Teile davon sind die Erweiterung der Notfallstation und die Sanierung des Labors, beides völlig unbestrittene Vorhaben. Nicht nachvollziehbar allerdings ist, dass die Hälfte der Projektsumme, also rund 5 Millionen, für Bürobauten ausgegeben werden soll. Zudem ist es grundsätzlich fragwürdig, wiederum eine grosse Summe in eine veraltete Grundstruktur aus den 70-Jahren zu investieren. Vielmehr  sollte nun endlich die Planung für einen Neubau des Spitals Wil an die Hand genommen werden.

Synergien mit Psychiatrischer Klinik

Projektstudien dazu gibt es bereits seit einigen Jahren und Platz dafür wäre auf dem Gelände der Psychiatrischen Klinik vorhanden. Ein Neubau hätte grosse Vorteile. Das Spital könnte so gebaut  werden wie es die heutigen Betriebsabläufe erfordern. Betriebsbereiche der Psychiatrischen Klinik könnten mitbenutzt werden und grössere Vorhaben, beispielsweise das ökologisch sinnvolle Projekt der Fernheizung ab der KVA Bazenheid, könnten gemeinsam realisiert werden. Die Totalsanierung dagegen würde dazu führen, dass der Spitalbetrieb während 2 bis 3 Jahren gewissermassen inmitten einer Baustelle aufrechterhalten werden müsste, was den Patienten und dem Personal nicht zugemutet werden sollte. Es spricht also alles für einen Neubau und ist zu hoffen, dass die Politik nun zu diesem überfälligen Schritt bereit ist.

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