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veröffentlicht am Donnerstag, 20.11.2014

Kolumne Wiler Nachrichten: Spital Wil und Abstimmung vom 30. November


Die fünf Spitalvorlagen von insgesamt 805 Millionen Franken, über die das St. Galler Stimmvolk abstimmen wird sind für Sanierungen und Erweiterungen des Kantonsspitals, der Spitäler Altstätten, Grabs, Linth/Uznach und Wattwil. Dazu kommt ein Darlehen von rund 126 Millionen für den Neubau des Kinderspitals St. Gallen auf dem Areal des Kantonsspitals.

Das Spital Wil ist nicht Teil dieser Vorlagen weil seine Gesamterneuerung erst nach dem Jahr 2025 geplant ist. Zwar hat der Kantonsrat an seiner letzten Session knapp 10 Millionen Franken für den Umbau der Notfallstation, des Labors und des Bürotrakts bewilligt, darüber wird aber nicht abgestimmt. Dies, weil erst ab Ausgaben von 15 Millionen eine Volksabstimmung obligatorisch ist; für tiefere Beträge liegt die Beschlusskompetenz beim Kantonsrat. 

Die geplanten Teilprojekte für das Spital Wil werden nur gerade die dringend notwendigen Verbesserungen mit sich bringen und darum sollte unverzüglich ein Konzept für eine Totalsanierung oder einen Neubau ausgearbeitet werden. Die Vorbereitungen der Spitalvorlagen über die wir am 30. November abstimmen werden haben einmal mehr gezeigt, wie komplex und langwierig solche Planungsphasen sind. Aus dieser Erfahrung sollten wir lernen, nicht zuletzt um zu vermeiden, dass wir schlussendlich nur noch Ja oder Nein zu einem schlüsselfertigen Projekt der Spitalplaner sagen können. Vielmehr soll der  Wiler Bevölkerung die Möglichkeit geboten werden, sich über die Varianten Totalsanierung am heutigen Standort  oder Neubau, beispielsweise auf dem Areal der Psychiatrischen Klinik,  äussern zu können.  

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