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veröffentlicht am Sonntag, 29.08.2010 21.28 Uhr

Wiler Zeitung

Pressebericht: Stellungnahme der IG Strassenlärm/ Parlamentarischer Vorstoss Böhi


Die IG Strassenlärm nimmt in einer Medienmitteilung Stellung zur Antwort des Stadtrates auf ihre Petition "Keine Autorowdies und Raser – mehr Lebensqualität in Wil"

Mit grosser Spannung hat die IG Strassenlärm-Wil die Antwort des Stadtrates auf ihre Petition erwartet, heisst es in der Medienmitteilung der IG Strassenlärm. «Nachdem der betreffende Stadtrat am Podium vom 25. Mai wegen Untätigkeit und Problemunbewusstheit durch diverse Voten aus der Zuschauerreihe massiv angegriffen wurde, war zu erwarten, dass dieser unser Anliegen endlich anerkennen würde und alles in seiner Macht und Kompetenz Liegende unternehmen würde, um das Problem auf den Wiler Strassen aktiv anzugehen», heisst es in der Mitteilung.

 
Die Antwort aus dem Rathaus sei enttäuschend ausgefallen. «Es muss leider gesagt werden, dass der Einsatz der IG für mehr Lebensqualität und Sicherheit in Wil beim Stadtrat (noch?) nicht die gewünschten Früchte getragen hat», so die IG.

Wil mit Zentrumsfunktion
Die IG macht sich zur Beantwortung der Petition folgende Überlegungen: «Der Stadtrat betont, dass nur gut die Hälfte der 1244 Unterschriften von Wilerinnen und Wilern stamme. Damit versucht er mit rhetorischen Mitteln das Problem herunterzuspielen. » Die Tatsache, dass der restliche Anteil Stimmen vorwiegend aus den umliegenden Gemeinden stammen, scheine für den Stadtrat unwichtig zu sein. Diese Unterschriften bezeugen jedoch, dass Wil in seiner Zentrumsfunktion wahrgenommen werde und über die Grenzen hinaus ein attraktives und lebenswertes Wil gewünscht werde.

Frage nach dem Zielpublikum
Die Antwort des Stadtrates entspreche nicht jener eines Gremiums, welches zum Ziel habe, die Stadt in eine gesunde Richtung weiterzuentwickeln. «Er scheint sich nicht bewusst zu sein, dass die Lebensqualität, welche in unserer Stadt herrscht – oder eben nicht herrscht – direkten Einfluss auf die viel gelobte Standortattraktivität hat», so die weiteren Überlegungen der IG. Es frage sich in diesem Zusammenhang für welches Zielpublikum der Standort Wil attraktiv sein solle. Ein weiterer Hinweis auf den Unwillen, das Problem gezielt anzugehen, zeige sich in dem von Stadtrat Andreas Widmer immer wieder erwähnten Satz: Gemäss Polizeigesetz ist sie (die Stadtpolizei) nur für die Überwachung des ruhenden Verkehrs zuständig. Dass es sich dabei um eine aus Sicht der IG unverständliche Spitzfindigkeit handle, werde augenfällig, wenn die Antwort der Kantonsregierung auf den parlamentarischen Vorstoss durch Kantonsrat Erwin Böhi «Massnahmen gegen Strassenrowdys» genau gelesen werde. «Die Kontrolltätigkeit und sichtbare Präsenz kann in Wil allenfalls durch den vermehrten Einbezug der Stadtpolizei Wil noch optimiert werden», lautet die Antwort der Kantonsregierung. Dies versteht die IG Strassenlärm als eine klare Rüge an die politischen Verantwortlichen, welche die Möglichkeiten der Tätigkeit der Stadtpolizei nicht optimal ausnutzen und aus Buchstabentreue ihre politische Verantwortung nicht wirklich wahrnehmen.

Eine klare Aufforderung

Die IG Strassenlärm fragt sich auch, warum sich der Stadtrat mit anderen regionalen Zentren misst, welche offenbar dieselben Probleme nicht lösen können. «Wir erwarten eine Politik, die sich nicht ständig über fehlende Ressourcen beklagt, sondern Probleme gezielt anpackt», fordert die IG in ihrer Mitteilung. Die 1244 Unterschriften seien eine klare Aufforderung dazu.


Für den in Kürze stattfindenden dritten runden Tisch erhofft sich die IG «konkrete Aussagen des Stadtrates, in welchen er das Problem in seiner Dringlichkeit glaubhaft anerkennt, seine Handlungsbereitschaft bezeugt und Alternativen zu den bereits umgesetzten, sich positiv auswirkenden Massnahmen von Seite Polizei aufzeigt.

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