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veröffentlicht am Donnerstag, 28.05.2015

Interview Wiler Nachrichten


Interview: Timo Züst

WIL

Die SVP-Fraktion will die durch Klaus Rüdigers Rücktritt entstandene Lücke mit Kantonsrat Erwin Böhi schliessen.

Es ist der nächste Versuch, die SVP-Fraktion endlich zur Ruhe zu bringen: Erwin Böhi soll für Klaus Rüdiger ins Stadtparlament kommen. Der erfahrene SVP-Kantonsrat sagte zu, weil er Stabilität in die Fraktion bringen will. SVP-Kantonsrat Erwin Böhi stellt sich auf Anfrage der Fraktion zur Verfügung.

 

Herr Erwin Böhi, Hand aufs Herz: Werden Sie das neue SVP-Fraktionsmitglied?

«Ja, ich habe auf Anfrage der Fraktion zugesagt.»

 

Wurden Sie früher schon einmal gefragt?

«Ja, im Vorfeld der Parlamentswahlen, aber ich habe jeweils abgelehnt.»

 

Wieso kommt jetzt eine Zusage?

«Die Situation ist jetzt eine andere. Nach den jüngsten Vorgängen in der SVP-Fraktion und dem Rücktritt des erfahrenen Klaus Rüdiger braucht die Fraktion dringend etwas Kontinuität. Deshalb, weil ich die Wiler Politik schon immer sehr genau verfolgt habe und mit dem Parlamentsbetrieb vertraut bin, habe ich zugesagt.»

 

Sie sind ja auch noch Kantonsrat. Woher nehmen Sie die Zeit ?

«Guido Wick von den Grünen und Erika Häusermann von der GLP sind auch in beiden Rollen tätig. Offensichtlich ist es möglich. Ausserdem beschäftige ich mich auch auf kantonaler Ebene mit Themen, die auch für Wil wichtig sind.»

 

Zum Beispiel?

«Beispielsweise mit dem Bauvorhaben beim Spital Wil. Meine einfache Anfrage bezüglich dem Mitspracherecht der Gemeinde beantwortete die St.Galler Regierung mit dem Vermerk, dass eine Konsultativabstimmung möglich sei. Damit ist der Ball jetzt bei Wil.»

 

Und Sie wollen diesen Ball gleich weiterspielen?

«Genau. Und das ist längst nicht das einzige Thema, bei dem Synergien genutzt werden können.»

 

Sie werden möglicherweise schon am 4. Juni im Parlament sitzen ...

«Ich denke schon, ja. Erst dachte ich, es wird länger dauern. Nun sieht es aber so aus, als wäre ich bereits am 4. Juni dabei.»

 

Sie haben Kontinuität erwähnt. Werden Sie sich nach Ende der Legislatur zur Wahl zu stellen?

«Das will ich offen lassen. Aber bei der Politik handelt es sich um eine längerfristige Sache. In diesem Sinne tendiere ich eher zu Ja.»

 

Klaus Rüdiger war ein respektiertes Mitglied des Parlaments, das der SVP-Fraktion fehlen wird. Wollen Sie ihr etwas Glaubwürdigkeit zurückgeben?

«Diese Einschätzung der Glaubwürdigkeit überlasse ich der Presse und den Politikbeobachtern. Ich will der SVP-Fraktion einfach meine Erfahrung zur Verfügung stellen. »

 

 

 

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