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veröffentlicht am Dienstag, 25.01.2011

Chaotische Fusionsplanung


Je näher der Abstimmungstermin über die Fusion von Wil und Bronschhofen rückt, desto konfuser scheint die ganze Angelegenheit zu werden. Zuerst gab es die Verwirrung um die Wahlkreise und die Anzahl Mitglieder des zukünftigen Stadtparlaments und jetzt sind sich der Wiler Stadtrat und das Stadtparlament offenbar nicht einmal darüber einig wer was wann entscheiden kann. Nun giesst auch noch der Gemeinderat von Bronschhofen Öl ins Feuer und kritisiert das Stadtparlament öffentlich, vermutlich um dem Stadtrat politische Schützenhilfe zu leisten. Während sich die lokalen Politiker also in den Haaren liegen, wartet man als Wiler Stimmbürger immer noch darauf zu erfahren, was uns denn der Zusammenschluss mit der Gemeinde Bronschhofen, deren Pro-Kopf-Verschuldung fast 60 % höher ist als jene von Wil, überhaupt Konkretes bringt.

 

Das Fusionsprojekt  wurde vom Wiler Stadtrat und dem Bronschhofer Gemeinderat aufgegleist; im Gegensatz zu anderen Gemeindevereinigungen kam der Anstoss dafür nicht aus der Bevölkerung. Umso wichtiger wäre es, dass sich die Politiker wenigstens über das Prozedere einig wären, aber offensichtlich ist das nicht der Fall. Die gegenwärtigen behördlichen Streitereien sind ein Anzeichen dafür, wie unausgereift das Projekt ist. Das zeigt auch die Tatsache, dass im Moment unklar ist, ob der schon lange angekündigte Termin für die Abstimmung über die Fusion am 15. Mai überhaupt eingehalten werden kann.

 

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