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veröffentlicht am Donnerstag, 31.03.2016

Wiler Nachrichten: 200 Franken Busse für Foto auf den Gleisen


Für ein Foto zum Artikel «Wer nicht bellt, der verliert alles» begaben sich die beiden SVP-Politiker Lukas Reimann und Erwin Böhi Anfang Dezember auf ein Gleis beim Wiler Bahnhof. Dies hat nun Folgen: Wegen Widerhandlung gegen das Eisenbahngesetz wird eine Busse von 200 Franken fällig.
Wil «Rein formell lief alles korrekt. Die ganze Geschichte ist aber trotzdem übertrieben», sagt Erwin Böhi, St.Galler SVP-Kantonsrat. Für einen Bericht im Zusammenhang mit dem Fahrplanwechsel der SBB und damit verbundener Angebotsverschlechterungen begab er sich letztes Jahr gemeinsam mit SVP-Nationalrat Lukas Reimann auf das Abstellgleis des Wiler Bahnhofs (WN vom 4. Dezember). Die SBB reagierten mit einer Anzeige, woraufhin nun der Strafbefehl des Untersuchungsamtes Gossau folgte. Alle drei Beteiligten, auch der Fotograf Stefan Feuerstein, werden wegen Widerhandlung gegen das Eisenbahngesetz zu einer Busse von 200 Franken verurteilt. Hinzu kommen je 250 Franken Gebühren.
Zwar entstand das Foto im Zusammenhang mit den politischen Ämtern der beiden Wiler, trotzdem wollen sie ihre politische Immunität nicht nutzen. «Ich finde diese Anzeige zwar nicht richtig, werde die Busse aber trotzdem bezahlen», sagt Lukas Reimann. «Diese weiterzuziehen wäre den Aufwand nicht wert.»

Von ihrem Engagement für ein besseres öV-Angebot in der Region Wil lassen sich Böhi und Reimann durch den Strafbefehl nicht abbringen. «Derzeit ist schon einiges in Planung», erklärt Reimann und Böhi doppelt nach: «Wir werden weiter für den öV kämpfen. Jetzt sogar umso mehr.»

sfe

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