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veröffentlicht am Freitag, 29.04.2016

Der Rheintaler: In der Session Mundart reden


In der Session Mundart reden

KANTONSRAT. Der Altstätter Kantonsrat Meinrad Gschwend (Grüne) und sein Wiler Ratskollege Erwin Böhi (SVP) halten den Dialekt hoch: Sie wollen, dass in den Beratungen des Kantonsrates auch Mundart gesprochen werden darf. Dafür soll das Geschäftsreglement angepasst werden. Mit 26 Mitunterzeichnenden reichten Gschwend und Böhi die Motion «Sprachenvielfalt auch im Kantonsrat» ein.

Weil in der Deutschschweiz vermehrt Mundart gepflegt werde – beispielsweise unter Jugendlichen in den sozialen Medien – erlebe das Schweizerdeutsche seine kulturelle Blüte. In den Schweizer Kantonsparlamenten sei die Frage der Verhandlungssprache unterschiedlich geregelt. In vielen Kantonen sehen die Geschäftsreglemente neben der Schriftsprache auch Mundart vor, teilweise ist sie sogar vorgeschrieben.

Wie Meinrad Gschwend und Erwin Böhi in der Motion schreiben, täte es auch dem Kanton St. Gallen gut, den Dialekt vermehrt zu pflegen und «zur Unterstreichung der kulturellen Identität» im Geschäftsreglement des Kantonsrates ausdrücklich zu erwähnen, dass die Beratungen im Rat sowohl in Schriftsprache als auch in Mundart geführt werden können. (seh)

 

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