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veröffentlicht am Samstag, 12.11.2016

Artikel Wiler Zeitung: Spital Wil - Aus erster Hand informiert sein


Sanierung oder Neubau? Das Wiler Parlament empfiehlt dem Stadtrat, mit dem Spitalverbund eine Beziehung aufzubauen.

Philipp Haag

Das 1972 erbaute Spital Wil hat in rund zehn Jahren seine Lebensdauer erreicht. Ab dem Jahr 2026 soll es saniert werden. Dabei stellen sich grundsätzliche Fragen: Macht eine Sanierung Sinn? Oder soll an einem anderen Standort ein Neubau erstellt werden? Es handelt sich um Fragen, die für die Stadt eine hohe städtebauliche Relevanz haben. Aus diesem Grund reichte das Parlamentspräsidium dem Stadtrat das Postulat «Perspektiven durch einen Neubau des Spitals Wil» ein. Der Stadtrat wurde aufgefordert, die Vor- und Nachteile einer Sanierung gegenüber einem Neubau aufzuzeigen. Im Postulatsbericht legte die Stadtregierung mögliche städtebauliche und raumplanerische Auswirkungen dar und beurteilte die Varianten Sanierung/Neubau. Der Stadtrat kommt zum Schluss, dass ein Neubau im Bereich des bisherigen Standorts die beste Entwicklungsmöglichkeit bietet.

Fläche von 25 000 Quadratmetern

Stadtrat Marcus Zunzer erwähnte an der Parlamentssitzung vom Donnerstagabend nochmals, dass die meisten Kriterien für den heutigen Standort sprächen. Einerseits wegen der benötigten Fläche von 25 000 Quadratmetern, von denen es nicht viele in der Stadt gäbe, anderseits wegen der Schwierigkeit, das Spital anderweitig zu nutzen. Um aus erster Hand informiert zu sein, empfahl die vorberatende Kommission dem Stadtrat, mit dem Spitalverbund Beziehungen aufzubauen und regelmässig zu pflegen, um sich über Entwicklungen und Veränderungen des Spitals aktiv auszutauschen. Dem SVP-Parlamentarier Erwin Böhi war die Formulierung zu wage. Er stellte den Antrag, der Stadtrat habe sich zu gegebener Zeit beim Verwaltungsrat der Spitalverbunde und der Anlagegesellschaft der Spitalregion Fürstenland Toggenburg für einen Neubau des Spitals einzusetzen. Die Mitglieder des Stadtparlaments entschieden sich aber mit 37 zu 8 Stimmen für die Empfehlung der vorberatenden Kommission.

 

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