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veröffentlicht am Mittwoch, 29.11.2017

Wiler Zeitung: öV: Inakzeptable Situation in der Region Wil


WIL/ST. GALLEN Die Angebotsabbau per Dezember 2018 am Bahnknoten Wil sorgte gestern an der November-Sessions des St. Galler Kantonsrates für eine Motion. Eingereicht wurde sie von Dario Sulzer (SP, Wil), Jigme Shitsetsang (FDP, Wil), Erwin Böhi (SVP, Wil) und Bruno Cozzio (CVP, Henau). Unter dem Titel «Fahrplan 2019 – inakzeptable Situation in der Region Wil rasch beheben» wählten sie deutliche Worte. Für die Pendler würden die Rahmenbedingungen «massiv schlechter». Die Umsteigezeiten nach St. Gallen verlängerten sich ohne Verdichtung der Zubringer auf 20 Minuten. Auch in Uzwil würden die Buszubringer ins Leere laufen.

Mängel bis in drei Jahren beheben

Aus der Sicht der Kantonsräte sind die Folgen «gravierend». Sie schreiben: «Angesichts der Wartezeiten sinkt die Attraktivität des öffentlichen Verkehrs massiv.» Trotz Interventionen sei es zu keiner zufriedenstellenden Lösung gekommen. «Diese absolut inakzeptable Situation führt in der Region zu einer tiefgreifenden Missstimmung. Auch darum, weil die zusätzlichen Kosten auch noch von den Gemeinden übernommen werden müssen.» Die vier Politiker fordern nun rasches Handeln. Die einschneidenden Mängel seien bis spätestens zum Fahrplanwechsel Ende 2020 zu beheben. Bis dahin sollen die Mehrkosten für die Gemeinden für die Ersatzangebote von der Regierung übernommen werden.

Es ist der zweite politische Protest binnen weniger Tage. Alle Hinterthurgauer Grossräte machen sich ebenfalls für einen starken Bahnknoten in Wil stark («Wiler Zeitung» von gestern). Sie fordern, dass «ihr» Regierungsrat Walter Schönholzer bei den St. Gallern interveniert. (sdu)

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