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veröffentlicht am Freitag, 28.12.2018

Portal Hallowil.ch: Geplantes Alterszentrum in Bronschhofen: Verzögerung wirft Fragen auf


Zwischen dem Pfarreizentrum und der Hauptstrasse in Bronschhofen ist ein Dorfzentrum mit fünf Gebäuden und 34 Alterswohnungen in Planung. Doch der Zeitplan kann nicht eingehalten werden und die Genossenschaft für Alterswohnungen Wil droht mit dem Ausstieg. Nun kommt das Thema auf das politische Parkett.

Simon Dudle

Wenn der ursprüngliche Zeitplan hätte eingehalten werden können, wären die Bagger in Bronschhofen bereits am Werk. Doch die Planungen nahmen und nehmen mehr Zeit in Anspruch als erwartet. Die Rede ist von einem Grossprojekt mit einem Investitionsvolumen von 50 Millionen Franken. Zum Vergleich: Für den Bau des Sportpark Bergholz in Wil sind rund 60 Millionen Franken ausgegeben worden.

In Bronschhofen geht es nicht um ein Hallenbad, ein Fussballstadion und eine Eishalle, sondern um ein neues Quartier. Dieses soll im Dorfzentrum zwischen dem Pfarreizentrum und der höher gelegenen Hauptstrasse errichtet werden und aus fünf Gebäuden bestehen. Es bietet Platz für 34 Alterswohnungen-, 44 Familienwohnungen, einen Spitex-Stützpunkt, Gewerbeflächen und einen Einkaufsladen. Die Thurvita AG, welche sich in Wil um alle Altersfragen kümmert, will damit das Projekt «Älter werden im Quartier» realisieren. Vergangenes Jahr wurde dieses der Öffentlichkeit vorgestellt.

SVP-Stadtparlamentarier will Antworten

In Medienberichten liess Thurvita-CEO Alard du Bois-Reymond nun aber verlauten, dass mit den Bauarbeiten frühestens im Jahr 2020 begonnen werden kann und eine Eröffnung nicht vor 2022 realistisch ist. Dies bedingt gar, dass es keine Einsprachen gibt. Zu klären ist die Finanzierung. Denn laut einem Artikel der «Wiler Zeitung» steht die «Genossenschaft für Alterswohnungen Wil» unmittelbar davor, aus dem Projekt auszusteigen. Diese knüpft ihr finanzielles Engagement an die Bedingung, sich an zwei Bauten im Baurecht beteiligen zu dürfen. Doch dieses Baurecht wird laut dem Artikel seitens der Stadt verweigert, da diese nur einen einzigen Partner für die Baurechte möchte. Und dieser ist die Thurvita, welche zu einem grossen Teil im Besitz der Stadt ist. Somit müsste laut «Wiler Zeitung» Investitionsgelder in der Höhe von 20 Millionen Franken neu gedeckt werden.

Das Thema wird nun auch auf politischer Seite aktuell. SVP-Stadtparlamentarier Erwin Böhi hat eine Anfrage unter dem Titel «Projekt Älter werden im Quartier – Verzögerungen ohne Ende?» eingereicht. Er will vom Stadtrat wissen, was der aktuelle Stand in dieser Thematik ist. Konkret fragt Böhi die Exekutive, wie sich die Verzögerungen erklären lassen und welches die voraussichtlichen weiteren Termine sind – und auf wann der Stadtrat den Baubeginn des Projekts schätzt. Zudem will der SVP-Politiker wissen, ob es richtig ist, dass sich die Genossenschaft für Alterswohnungen Wil zurückgezogen hat und was der Grund dafür ist. Die Anfrage wurde kurz vor Weihnachten eingereicht. Die Antworten des Stadtrats liegen noch nicht vor.

 

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