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veröffentlicht am Donnerstag, 21.03.2019

Wiler Nachrichten: Klimaschutz? (Polittalk)


Der Klimawandel ist momentan ein grosses Thema und die Medien sind voller dramatischer Berichte darüber, als ob der Weltuntergang kurz bevorstünde. Ebenfalls alarmiert sind die zahlenmässig eher wenigen, aber lautstarken Schüler, die regelmässig ihre Schule bestreiken, so als ob diese am Klimawandel schuld sei. Wie dieser zustande kommt, das weiss niemand so genau, aber die Forschung geht davon aus, dass es eine Kombination von natürlichen Phänomenen und menschlichen Einflüssen ist.

Keinerlei Zweifel gibt es aber darüber, dass der Klimawandel ein willkommenes Thema für die Politik ist, nicht zuletzt auch im Hinblick auf die Wahlen. Dabei fällt auf, wie einfältig gewisse Massnahmen sind, die vorgeschlagen werden. Die Schweiz liegt nicht unter einer Glasglocke, welche äussere Einflüsse verhindert. Wenn man das Schmelzen der Gletscher verhindern will dann nützt es nichts, in der Schweiz den Benzinpreis zu erhöhen, sondern es braucht globale Massnahmen. Entscheidend ist nicht, wo die Treibhausgase produziert werden, sondern wie viel CO2 weltweit ausgestossen wird. China trägt dazu mit etwa 28 Prozent bei, die USA mit 16 Prozent, Deutschland mit 2,4 Prozent und die Schweiz mit weniger als 1 Promille, bei sinkender Tendenz.

Gewisse Politiker verlangen, dass es keine CO2-Kompensation im Ausland mehr geben dürfe, die dem CO2-Ausstoss der Schweiz angerechnet werden kann. Dabei sollte jedem klar sein, dass mit dem gleichen Geld im Ausland der CO2-Ausstoss um ein Vielfaches gesenkt werden kann.

Die Klimapolitik ist stärker von Emotionen geprägt als von rationalem Denken, was sich zum Beispiel beim unsäglichen Begriff «Klimaschutz» zeigt. Dabei ist es nicht das Klima, das geschützt werden muss, sondern es geht um den Schutz des Menschen vor den negativen Auswirkungen des Klimawandels.

Erwin Böhi

 

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